Berichte & Rundschreiben
Bericht von Franzika Büge zur Jahreshauptversammlung 2011
Liebe Mitglieder,
die Jahreshauptversammlung am 31.05.2011 war auch dieses Mal wieder ein voller Erfolg. Die informative und aufklärende Veranstaltung und hat allen Anwesenden, wie immer viel Spaß gemacht.
Da wir ja inzwischen schon so einige Erfahrungen mit dem Wetter haben – es hat bisher auf JEDER Mitgliederversammlung einschließlich Gründungsfeier geregnet – haben die Organisatoren dieses Mal die Versammlung schon bei der Planung nach drinnen verlegt, eine weise Entscheidung, denn auch dieses Mal hat es gegossen. Wir haben es jetzt zu unserem Markenzeichen benannt !
Besonders gefreut habe wir uns über die große Resonanz interessierter Freunde und Bekannter.
Die Mitgliederversammlung – 22Mitglieder waren offiziell nach Anwesenheitsliste beteiligt – brachte folgende Änderungen mit sich:
- Es gab einen Wechsel beim Amt des 1. Vorsitzenden. Frau Cathrin Potlitz stand aus persönlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Auf diesem Wege einen herzlichen Dank für das überdurchschnittliches Engagement von Beginn an. Ihre Funktion hat nun Herr Hans-Peter Büge übernommen. Willkommen im Team.
- Es gab einen Wechsel beim Amt der Kassenwartin. Frau Silke Gewiss hat schon für das letzte Jahr das Amt kommissarisch geführt und stand nun für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Auf diesem Wege einen herzlichen Dank für die seit August 2009 geleistete Arbeit. Ihre Funktion hat nun Frau Dr. Anette Hager übernommen. Willkommen im Team.
- Die Ämter des 2. Vorsitzenden sowie des Kassenprüfers wurden bestätigt.
- Weiterhin stehen uns auch Herr Prof. Dr. Alfred Vogel und Holger Gewiss für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.
Interessierte können das gesamte Protokoll der Sitzung unter Protokolle nachlesen.
Allen Mitgliedern wünschen wir einen sonnigen August!
Info von Meike Zießnitz zur Spende des Fasanenhof Bargteheide
Inhaberin Katharina Steinbuck vom Bargteheider Altenheim Fasanenhof rief mich an und fragte ob wir die Rollatoren, Decken , Gehhilfen und Klamotten gebrauchen können. Ihr Sohn Christian, mein bester Freund, leitet mit Seiner Frau die Einrichtung "de goode Stuuv".
Jetzt braucht es noch einige logistische Vorbereitungen und die Spende kann entgegen genommen werden.
Herzlichen Dank an Frau Steinbruck und alle Beteiligten.
http://www.fasanenhof-bargteheide.de/
IV/ September 2010 :
Durch Brieffreundschaften entsteht eine neue Verbundenheit zwischen der Willy-Brandt-Schule in Lübeck und der Wikondiek Secondary School in Kenya
Aufgrund der Initiative der Klaase 7b der Willy-Brand-Schule und ihrer Englisch-Lehrerin sind mittlerweile drei Brieffreundschaften zu Schülern/Schülerinnen der Wikondiek Secondary School entstanden. In einem ersten Briefwechsel haben sich Kennedy Ogola, Steve Biku Ajowi und Celine Deya den deutschen Schülern vorgestellt und einen kurzen Abriss ihrer Lebensumstände geschildert.
Die Klasse 7b hat daraufhin Teams gebildet, die für die jeweilige Kommunikation mit einem kenianischen Schüler zuständig sind. Die Antwortschreiben sind in Arbeit, auch beigefügte Fotos der Klasse sind geplant.
Darüber hinaus hat die Klaas 7b freiwillig und vom eigenen Taschengeld erstmals im September einen Geldbetrag gesammelt, der die kenianischen Brieffreunde zu gleichen Teilen unterstützen soll! Die ersten 30,- € sind also bereits auf dem Weg nach Kenia. Und auch für die Zukunft ist ein regelmäßiger monatlicher Betrag zur Unterstützung geplant.
Bei den von Sequoia Helping Hands Deutschland vermittelten Kontakten handelt es sich durchweg um Kinder/Jugendliche bedürftiger Familien, Halb- oder sogar Vollwaisen.
Aus diesem Grund freuen wir uns besonders über diese Initiative und wünschen allen Schülern - deutschen wie kenianischen - ganz viel Freude an dieser internationalen Partnerschaft.
III/September 2010 :
Eine erfolgreiche Keniareise unserer 2. Vorsitzenden Frau Dr. Mary Asiyo-Vogel im August liegt hinter uns, hier eine kurze Zusammenfassung der Projekte:
- Organisation und Durchführung des Medizin-Sommercamps 2010; es wurden 160 Kinder und Jugendliche behandelt; zusätzlich Brillenausgabe
- Gründung einer „Dignity Group“ für Mädchen und junge Frauen, die sich mit den Problemen von Partnerschaft, Menstruation, Sexualität und allen daraus resultierenden Themen befasst. Zusätzlich werden die Mitglieder durch Sachspenden (z. B. Hygieneartikel) unterstützt.
- Ausstattung der von Sequoia Deutschland betreuten Waisenkinder mit Kleidung
- Besuch der Sequoia-Patenkinder
- Unterstützung weiterer Witwen durch Sachspenden (z. B. Solarleuchten, Seife) und Auswahl von Kandidatinnen für eine Mikrokreditvergabe
- Ausweitung des Fußballprojekts, welches erfreulicherweise innerhalb eines Jahres schon zur Aussöhnung ehemals verfeindeter Gruppen in Wikondiek und den Nachbargemeinden geführt hat
- Fortsetzung sowie Dokumentation des Vorschul-Essen-Projekts mit zwei wöchentlichen Mahlzeiten
- Fortsetzung des Wassertankprojekts
- Organisation von Brief-Patenschaften für weiterführende Schulen
- Dokumentation erfolgreicher Projekte wie z. B. Betten im Mädchenwohnheim
- Verbesserung der Organisations- und Kommunikationsstrukturen zwischen Kenia und Deutschland
Weitere Informationen sowie Fotos finden sich unter den einzelnen Projekten in Projekte/Aktivitäten sowie in unserer Fotogalerie.
Viel Spaß beim Stöbern.
II/ Juni 2010 :
Kooperation mit dem Lübecker Dachdecker-Internat seit Frühjahr 2010 : Scheck über 500,00 € überreicht !
Fotos und Info unter Projekte/Aktivitäten - Lübecker Dachdecker Projekt
I/Februar 2010 :
Holger Gewiss initiierte über goodnewstoday eine Spendenaktion,
besonderer Dank geht an Raoul Haagen für seine Unterstützung.
III/September 2009 : Medizinische Geräte
| Sequoia Helping Hands Deutschland hat von Frau Susanne und Herrn Dr. Sven Soecknick eine großzügige Sachspende erhalten. Es handelt sich hierbei um ein Mikroskop sowie ein Augen-Untersuchungsgerät, welche für die Durchführung von Medizin-Camps dringend benötigt werden. Wir werden die Geräte mit der nächsten Möglichkeit nach Kenia senden. Herzlichen Dank an die Beiden! |
II/September 2009 : Jahreshauptversammlung 29.08.2009
Liebe Mitglieder,
die Jahreshauptversammlung am 29.08.2009 war eine erfolgreiche und informative Veranstaltung, die allen viel Spaß gemacht hat. Und dass, obwohl uns das Wetter ganz schön auf die Probe gestellt hat.
Allen, die sich bei Vorbereitung, Aufbau, Organisation, Verpflegung, etc. engagiert haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Besonders gefreut habe ich mich über die große Resonanz interessierter Freunde und Bekannter.
Die Mitgliederversammlung – 23 Mitglieder waren offiziell nach Anwesenheitsliste beteiligt –
brachte folgende Änderungen mit sich:
- Es gab einen Wechsel beim Amt der Kassenwartin. Frau Franziska Büge stand aufgrund eines privaten Ortswechsels für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Auf diesem Wege einen herzlichen Dank für die seit August 2008 geleistete Arbeit. Ihre Funktion hat nun Frau Silke Gewiss übernommen. Willkommen im Team.
- Die Ämter der 1. und 2. Vorsitzenden sowie des Kassenprüfers wurden bestätigt.
- Weiterhin stehen uns auch Herr Prof. Dr. Alfred Vogel und Holger Gewiss für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.
Interessierte können das gesamte Protokoll der Sitzung unter Protokolle nachlesen.
Fotos von der Versammlung unter Der Verein - Von Anfang an.
Allen Mitgliedern wünsche ich schöne erste Herbsttage,
Cathrin Potlitz
I/September 2009
Unsere neue Kassenwartin und unser Fachmann für nationale Öffentlichkeitsarbeit haben am 09.09.09 geheiratet!
Herzlichen Glückwunsch


II / August 2009 : Brillensammelaktion
Liebe Mitglieder, Sponsoren, Interessierte und Helfer des Vereins,
der Bedarf an Brillen in unserer Kenianischen Gemeinde Wikondiek ist enorm!
Beim letzten Medizin-Camp Ende Juli 2009 hat Dr. Mary Asiyo-Vogel während der Untersuchungen entsprechende Patientendaten ermittelt und eine Aufstellung des Bedarfs angefertigt.
Ein Großteil der untersuchten Patienten kann sich leider keine Brille leisten.
Daher bitten wir alle diejenigen, die zuhause noch alte, nicht mehr benötigte Brillen haben oder auch diejenigen, die jemanden kennen, der jemanden kennt . . .
. . . dem Vorstand solche Brillen zukommen zu lassen (auch gerne Rossmann Lesebrillen, Spezialanfertigungen, Oldtimer, etc.).
Alle gesammelten Brillen werden noch in Deutschland durchgemessen, nach Kenia geschickt und gemäß den Patientendaten dort ausgeteilt.
Allen, die diese Aktion unterstützen, ein herzliches Dankeschön im Namen des Vereins,
Cathrin Potlitz
Die Resonanz auf unsere Brillensammelaktion ist so überwältigend!
Wir haben schon 1286 Brillen zusammen,
allen Spendern einen herzlichen Dank !
I / August 2009 : Reisetagebuch
Eine Keniareise
vom 19. Juli bis zum 02. August 2009
notiert von Cathrin Potlitz
Sonntag, 19. Juli 2009:
Halb sieben abends in Hamburg losgeflogen, über Amsterdam nach Nairobi.
Montag, 20. Juli 2009:
Eine Stunde Zeitverschiebung, Ankunft kurz nach halb sieben morgens, nervtötendes Warten bei der Einreise, Mary und Alfred sind schon lange da, holen mich ab; mit dem Taxi durch den Hauptstadtverkehr. Duschen und Frühstück in Cesar’s Haus
| und weiter geht’s im privaten Kleinbus mit Chauffeur – Dank an Mary’s Mutter – Richtung „up country“, auf’s Land nach Wikondiek. Unterwegs am Geldautomaten schnell mit den ersten Sequoia-Geldern eingedeckt. Ankunft nach Einbruch der Dunkelheit, herzliche Begrüßung durch Mary’s Eltern. | ![]() |
Dienstag, 21. Juli 2009:
Aufstehen um sechs Uhr, ein erster Spaziergang mit Alfred, um Wikondiek kennen zu lernen, Fußballplatz, Fluss, Schule, Kirche und zurück.
Der Fluss, nicht nur Wasserquelle, sondern gleichzeitig auch Ursache einer Vielzahl gefährlicher Krankheiten. | ![]() |
Nach dem Frühstück fährt Mary mit der Gemeindekrankenschwester in die Stadt Kisii, um für das geplante Medizin-Camp am folgenden Tag Medikamente, Impfstoffe, Injektionen und für die Versorgung notwendiges Material sowie Verpflegung zu kaufen – das erste Großprojekt von Sequoia Deutschland. Das letzte Camp liegt acht Monate zurück und endete damit, dass Patienten nach Hause geschickt werden mussten, weil die Medikamente ausgingen.
Für dieses Medizin-Camp hat die Gemeindeschwester schon im Vorfeld den umliegenden Bewohnern Bescheid gegeben. Sie rechnet mit einer großen Beteiligung.
In der Zwischenzeit besuchen Alfred und seine Kinder, Mama Phoebe – wie Mary’s Mutter liebevoll und anerkennend genannt wird – und ich die Vorschule in Wikondiek, neben der Kirche ein schattiger Platz unter Bäumen, keine Toiletten, kein fließendes Wasser, auch kein Trinkwasser, etwa 90 Kinder, davon 12 Vollwaisen, drei Vorschullehrerinnen, eine im ersten Lehrjahr. Wir bringen Second Hand Kleidung mit (von Sani - herzlichen Dank!), Luftballons und Seifenblasen. Die meisten Kinder haben kein Frühstück gehabt und werden auch kein Mittag bekommen. Ca. 1/3 der Eltern kann das Vorschulgeld von 60 ct/Kind/Monat nicht aufbringen, betreut werden diese Kinder trotzdem.
Die Kinder singen für uns und bitten uns, sie zu segnen.
Danach besuchen wir die weiterführende Schule. Das alte Lehmgebäude dient mittlerweile den obdachlosen Jugendlichen als Unterschlupf. Unterricht wird in den von Sequoia USA errichteten neuen Gebäuden erteilt (teilweise fehlen noch Fenster und Türen)
Auf dem Schulgelände wurde noch ein weiteres Gebäude erstellt, das demnächst als Mädchenwohnheim dienen soll; es fehlen vor allem noch die Betten bevor die Mädchen einziehen können. Hier werden wir uns engagieren, die Organisation dieses Projekts steht für Donnerstag auf unserem Plan.
| Das „ehemalige“ Wohnheim mit provisorischem Matrazenschlaflager in der Nähe der Kirche soll dann in ein Waisenhaus umgewandelt werden. Allein die Gelder fehlen – ca. 300,00 Euro für etwa 20 Waisenkinder pro Monat (Verpflegung, Kleidung, Betreuung, medizinische Versorgung). Mama Phoebe erzählt uns, dass die Kindersterblichkeit in der Region aufgrund mangelhafter Trinkwasserversorgung sowie des Aids-Waisenproblems noch immer erschreckend hoch ist. Das geplante Waisenhaus würde hier Einiges bewirken. | ![]() |
Das betreffende Gebäude verfügt über ein sehr großes Dach, welches ideal ist zum Auffangen von Regenwasser.
Dazu fehlen allerdings Dachrinnen, Leitungen und eine Zisterne – ein neues Projekt für Sequoia Deutschland ?!
Hinter dem zukünftigen Waisenhaus soll ein „Spielplatz“ entstehen mit zunächst zwei oder drei Schaukeln an einem großen, dafür geeigneten Baum.
Und dann treffen wir auch noch die Frau mit ihren Transport-Eseln, die für die Trinkwasserversorgung der Schule zuständig ist und dafür von Sequoia USA eine Unterstützung erhält.
![]() | Nachmittags findet das schon lange geplante Fußballspiel statt. Eigens hierfür hat Holli, unser Sequoia-Fußballspezialist, es geschafft, kostenneutral 40 Sätze Fußballtrikots + Shorts zu organisieren. Mayan, ein kanadischer Praktikant indischer Abstammung von Sequoia Amerika, der zur Zeit als Lehrer an der Schule tätig ist, hat drei Wochen vorher mit einem Team Jugendlicher angefangen zu trainieren. |
Wir und die Trikots werden daher schon sehnlichst erwartet. Zu unseren Ehren findet ein Freundschaftsspiel statt, Ehrengast ist auch Mama Phoebe.
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| Zusätzlich überreichen wir einem Mädchenteam acht Sequoia-T-Shirts. Mädchen und Frauen finden sich daraufhin zu einer ganz eigenen Art von afrikanischem Ballspiel zusammen. | ![]() |
Ausgelassene Stimmung und eine Menge Zuschauer; es werden Stühle herbeigetragen, die Kinder bekommen Luftballons, Seifenblasen und alte Tennisbälle. Nach dem Spiel ehrt Mayan den fähigsten Spieler als Kapitän und überreicht einen Fußball für die Mannschaft. Wir sind auf der Suche nach einem lokalen Trainer, um diese schöne sportliche Verbindung aufrecht zu erhalten.
Als wir wieder zu Hause bei Mary’s Eltern eintreffen, erwarten uns etwa 20 Schülerinnen der weiterführenden Schule, die sich ganz spontan entschlossen haben, zu unseren Ehren singen und tanzen zu wollen. Wir lauschen mehrstimmig vorgetragenen Gospels, beeindruckenden Gesangsvorträgen, selbstverfassten Gedichten und einer ganz außergewöhnlichen Performance mit selbstkonzipiertem emanzipatorischem Inhalt „African Woman“ (demnächst auf unserer Internetseite zu erleben, Menüpunkt "Über Kenia"). Und dann dürfen wir auch noch selbst mittanzen.
Abends werden Mary uns ich von zwei Vorschullehrerinnen angesprochen, die sich ihre bevorstehende Abschlussprüfung von ihren „Gehalt“ beim besten Willen nicht leisten können. Hier scheinen die finanziellen Mittel von Sequoia wieder gefragt.
Mittwoch, 22. Juli 2009:
Früh am Morgen beginnen die letzen Vorbereitungen für das Medizin-Camp, Frauen-, Männer- und Kinder-Abteilung, Augenklinik, Labor, Apotheke, Voruntersuchung, Säuglings- und Impfstation werden auf dem Gelände von Mary’s Eltern errichtet.In der Küche wird die Versorgung für Kinder, Alte und weitgereiste Patienten vorbereitet. Das Meiste ist Handarbeit, z. B. Patientenlisten, Medikamentenausgabe, Impfdokumentation, Sehtest-Tabellen, etc. Einfache Zettel aus DIN A 5 Schulheften ersetzen Krankenakten und Rezeptblöcke.
Die Apotheke in der Rundhütte, 485 Patienten werden an diesem Tag hier mit Medikamenten versorgt. | ![]() |
![]() | Außer Mary sind noch die Gemeindeschwester, ein weiterer Arzt und ein Labortechniker anwesend sowie 16 Gemeindehelfer, die für 5 bis 10 Euro mehr als 12 Stunden an diesem Tag arbeiten. |
Bei einer kurzen gemeinsamen Vorbesprechung lernen sich alle kennen und ich habe die Gelegenheit Sequoia Deutschland als Sponsor des Camps vorzustellen.
Das Labor und der Medizintechniker. Hier werden von Blut-, Urin- und Stuhluntersuchungen über diverse Infektionskrankheiten (wie z. B. Malaria, Bilharziose) bis hin zum HIV-Test diverse Untersuchungen durchgeführt. | ![]() |
Geduldiges Warten |
| Ich habe während des Tages immer wieder einfache medizinische Hilfsdienste übernommen und einen Eindruck davon bekommen, wie wichtig und unentbehrlich die Unterstützung der örtlichen Helfer ist. Viele der Patienten wollen ihre Kranken- und Lebensgeschichte loswerden, und das in ihrer Stammessprache „Luo“, teilweise auch in Suaheli, selten aber in Englisch. | ![]() |
Über Mittag haben wir eine Einladung der zweitältesten Klasse der weiterführenden Schule zu ihrer Kunstausstellung erhalten. Diese Schüler haben mit Mayans Unterstützung und unter seiner Anleitung zum ersten Mal mit Papier, Farben und Bastelmaterial gearbeitet und zum Thema „Ich und Du“ eigene Gedankenporträts dargestellt. Mary’s Bruder Cesar ist so begeistert, dass er spontan 40,00 € spendet für den Kauf weiterer Arbeitsmaterialien.
Auf dem Rückweg lerne ich über Maggie (eine kanadische Praktikantin chinesischer Abstammung von Sequoia Amerika) Mrs. Rose kennen, eine Lehrerin, mit der ich mich über das Problem von ungewollten Schwangerschaften bei Schülerinnen und damit verbundenen Schulabbrüchen unterhalte.
Maggie ist es auch, die mir von ihrem Kontakt zu dem Jungen berichtet, der in unserem Flyer mit seinen Büchern in der Hand abgebildet ist. Seine älteste Schwester ist mittlerweile verheiratet, die jüngere unter mysteriösen Umständen nach Tansania verschleppt worden; ein jüngerer Bruder wurde im Internat aufgenommen. Er selbst steht kurz davor, sein Examen zu bestehen und versucht an der Universität in Nairobi angenommen zu werden für den Studiengang Flugzeugbau. Um genug Geld zusammen zu bekommen, arbeitet er häufig im Haus der Familie Asiyo.
Nachmittags treffe ich nochmal die beiden Vorschullehrerinnen und sehe mir deren Unterlagen an. Auch Mama Phoebe hält es für essentiell, diese beiden Frauen zu unterstützen, sie aber gleichzeitig mit einem Vertrag an die Wikondiek Vorschule zu binden, um eine Kontinuität in der frühkindlichen Entwicklung, Überwachung und Erziehung zu gewährleisten.
Später nehmen Alfred und ich an einer Ortsbegehung des zukünftigen Waisenhauses teil.
![]() | Mr. und Mrs. Asiyo bitten den Bauingenieur, für die Ausstattung des Gebäudes mit Regenrinnen, Fallrohren, Leitungen sowie für den Bau einer 8000 Liter fassenden Zisterne ein Angebot abzugeben. |
Donnerstag, 23. Juli 2009:
Mary und die Gemeindeschwester arbeiten weiterhin all die Patienten und Schulkinder ab, die am Vortag wegen des großen Andrangs nicht behandelt werden konnten. Der Labortechniker erhält von Sequoia Deutschland entsprechend seiner Kostenaufstellung 125,00 €, was pro Analyse etwa einem Wert von 0,25 € entspricht.
Mama Phoebe nimmt sich die Zeit, den Vertrag für die Vorschullehrerinnen aufzusetzen.
Danach begleiten Alfred und ich den Pastor und Mama Phoebe zum Haus von Zipporah, einer jungen Witwe mit fünf Kindern, deren Mann an Aids gestorben ist und die es ohne die Hilfe des Pastors und von Sequoia USA nicht geschafft hätte, sich und ihre Kinder durchzubringen. Mittlerweile hat sie eine Hütte bekommen und einen Wassertank, sie besitzt ein Fahrrad, mit dem sie Obst und Gemüse vom Markt ins Dorf transportiert und an die Schule weiterverkauft, sie hilft zeitweise in der Küche der Familie Asiyo und sie kümmert sich ggf. um stark benachteiligte Waisenkinder. Um ihre Existenz zu sichern, hat Sequoia Deutschland ihr einen Kleinkredit in Höhe von 100,00 € gewährt.
Am Nachmittag nehmen wir (Alfred, Mary, die beiden Kinder und ich) mal wieder die Dienste des privaten Kleinbusses inklusive Chauffeur Hassan in Anspruch und fahren in die Provinzhauptstadt Kisumu (ca. 2 ½ Std. Fahrt). Nach einem leckeren Mittagessen in einem typischen Restaurant am Viktoriasee treffen wir Dorcas, eine Bekannte von Mary’s Bruder Seti, die uns ein Modell der von uns avisierten Doppelstock-Betten zeigt, welche wir für das Mädchenwohnheim suchen. Dorcas bietet sich an, die gesamte Organisation und Überwachung für die Herstellung, den Ankauf von Zubehör sowie den Transport und Aufbau vor Ort zu übernehmen (später zuhause erhalte ich von ihr eine ausführliche eMail mit der kompletten Aufstellung, den detaillierten Kosten und dem Fortschritt des Projekts). Und so haben wir ein weiteres großes Bündel für Sequoia Deutschland geschnürt: 12 Doppelbetten mit 24 Matrazen und Mosquito-Netzen, Herstellung, Transport und Aufbau.
Auf dem Rückweg besorgen wir noch die nötigen Zutaten, um am nächsten Tag für die Kinder der Vorschule eine warme Mahlzeit bereiten zu können: Mais, Bohnen, Getreide, Milch, Öl, Gewürze, etc.
Spät abends bei einem Glas Wein erzählt mir Mayan, dass an der Schule von bestimmten Lehrern immer noch die Prügelstrafe praktiziert wird, was niemand offen ausspricht, was aber kein wirkliches Geheimnis mehr ist. Ein Fall für Mama Phoebe’s Courage. Mayan wird mit ihr sprechen.
Freitag, 24. Juli 2009:
An diesem Morgen erhalten wir das schriftliche Angebot des Bauingenieurs bezüglich der Wasserversorgung des neuen Waisenhauses. Planmäßig reicht die Wassermenge bei durchschnittlichem Niederschlag zusätzlich für die Versorgung der Vor- und Grundschule aus.
Nach eingehender Beratung geben Alfred und ich grünes Licht für die erste Phase des Projekts, Kosten ca. 2.150,00 €, ein weiteres Großprojekt von Sequoia Deutschland.
| Und dann bekommen wir Besuch von Sharon und einem ihrer Klassenkameraden. Sharon ist 10 Jahre alt, HIV positiv und wurde nach dem Tod ihrer Eltern von der Familie Asiyo privat unterstützt. Sie hat sich mittlerweile wieder gefangen, lebt bei ihrer senilen Großmutter, für die sie den Haushalt führt, kümmert sich außerdem um ihre beiden jüngeren Geschwister, erledigt die Feldarbeit und geht weiter zur Schule. Sie bittet uns um das notwendige Geld für ihre bevorstehende Prüfung; 20 ct, die sich die Beiden sonst nicht leisten können! Zusätzlich bekommt Sharon von uns noch € 2,00 Haushaltsgeld. Beide Kinder versorgen wir außerdem mit einem guten Frühstück und ein paar Bonbons. |
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![]() | Danach geht’s Richtung Secondary School (die weiterführende Schule). Unser Plan ist es, alle Schüler die an der Kunstaustellung teilgenommen haben, mit ihren Kunstwerken zu fotografieren und daraus später ein kleines Buch zusammenzustellen, zusätzlich angereichert mit Geschichten und Gedichten von Schülern aus der Gemeinde. Den größten Teil der Arbeit hat Alfred, der auf dieser Reise für die gesamte Fotodokumentation zuständig ist. |
Für Mittag steht die Essensausgabe an die Vorschulkinder auf unserem Plan.
Die Vorbereitungen dafür sind seit dem Morgen schon im Haus der Familie Asiyo im Gange, es gibt gewürzten Mais-Bohnen-Eintopf und Porridge aus einer Getreidemischung mit Milch. | ![]() |
![]() | Die 90 Kinder und ihre Lehrerinnen haben sich aus Vorfreude schon sehr zeitig am Haus eingefunden und warten geduldig im Schatten. Oft bekommen diese Kinder nicht eine einzige warme Mahlzeit am Tag, einige müssen sogar Tage ganz ohne Essen ertragen. Und doch gibt es weder Gedrängel noch Geschubse, keiner streitet und niemand schlingt das Essen hinein! |

![]() | Sequoia Deutschland hat jedem Kind eine Tasse und einen Teller geschenkt, zusammen mit dem Versprechen, ab sofort eine Mahlzeit pro Woche zu stellen. Das Organisatorische übernimmt die Küche der Familie Asiyo, die Kosten für uns betragen € 150,00 pro Monat. |
Am Nachmittag fahren wir alle gemeinsam inklusive Koch, Küchenhilfe und einer Menge Kochzutaten nach Seka, wo die Farm der Familie direkt am Viktoriasee liegt, die von Seti, Mary’s Bruder bewirtschaftet wird. Während man uns ein wunderbares Mahl mit Viktoriabarsch bereitet, besichtigen wir das Gelände, lernen die Menschen dort kennen und lassen uns Geschichten erzählen von Pflanzen, Feldfrüchten, dem Rhythmus der Natur und dem tiefverwurzelten Aberglauben der Bevölkerung. Diesen Aberglauben hat Mboya, ein 17-jähriger, hochintelligenter Junge, Vollwaise, mit ganz sanften Augen, am eigenen Leib erfahren müssen. Mehrfach wurde versucht, ihn umzubringen, da man sagt, er habe den bösen Blick und bringe nur Unglück über seine Mitmenschen. Auf der Farm steht er nun unter dem Schutz der Familie, lebt und arbeitet dort. Er spart sein Geld, damit er nach seiner Schulabschlussprüfung im nächsten Jahr auf ein Internat in Nairobi gehen kann, wo er Psychologie studieren möchte.
Spät an diesem Abend nach unserer Rückkehr kümmere ich mich noch um den Abschluss der Verträge mit den Vorschullehrerinnen, Unterschriften werden getätigt und jede erhält € 100,00 ausbezahlt.
Samstag, 25. Juli 2009:
Sehr frühes Aufstehen, ein schneller Tee und los geht die Fahrt zurück nach Nairobi – leb wohl Wikondiek! Frühstück unterwegs im Kericho Tea Hotel (hat auch schon bessere Zeiten gesehen) und dann ein Abstecher zum Nakuru Nationalpark. Millionen von Flamingos am See, Pelikane, Zebras, Antilopen und auch Paviane bekommen wir zu Gesicht. Von den „Big Five“ (Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant, Kaffernbüffel,) bekommen wir eine Menge Büffel zu sehen und tatsächlich auch eine Gruppe von vier Nashörnern.
Weit nach Einbruch der Dunkelheit kommen wir in Nairobi an.
Sonntag, 26. Juli 2009:
Dieser Tag ist vorgesehen für Buchhaltung, Sortieren von Belegen, Reisebericht vervollständigen, Projektbeschreibungen und die zugehörigen Kosten und Ausgaben erstellen, Finanzplanungen für die Zukunft andenken, vor allem aber auch Optimierungsmöglichkeiten für die angeschobenen Projekte diskutieren und die Errichtung eines Kontos für Sequoia in Kenia auf den Weg bringen.
Auch lassen wir das von uns Erreichte noch einmal Revue passieren, Vier große Projekte Haben wir auf den Weg gebracht:
1. das Medizin-Camp
2. die Vorschule ( Unterstützung und vertragliche Sicherung der Lehrerinnen, wöchentlich eine Mahlzeit für die Kinder)
3. Betten für das Mädchenwohnheim
4. Ein großer Wassertank für das neue Waisenhaus, dadurch Versorgung auch von Vor- und Grundschule.
Und eine Vielzahl von kleineren Projekten, individueller Unterstützung und menschlicher Hilfestellung ist uns auch noch gelungen.
Beeindruckend für uns alle, aber vor allem für mich, die ich das zum ersten Mal erleben durfte, ist die Freundlichkeit, die Natürlichkeit der Menschen, auch die Dankbarkeit und ganz besonders ihr Stolz und ihre Würde.
Am späteren Nachmittag fahren Alfred und ich noch auf einen Künstler- und Handwerkermarkt, um dort noch Einiges für Deutschland zu erstehen.
Abends gönnen wir uns beide ein Essen im Kolonialstil auf dem historischen Anwesen von Karen Blixen.
Montag, 27. Juli 2009 bis Samstag, 01. August 2009:
Diese Tage sind bei mir für „echten Urlaub“ vorgesehen (wenn man schon mal in Kenia ist). Mary gönnt den Kindern ein paar Tage am Strand, Westküste Nähe Mombasa derweil Alfred und ich unseren ersten Plan, den Amboseli Nationalpark zu besuchen, verwerfen (zu staubig, zu viel Sitzerei im Auto)
| und uns ganz spontan entschließen, den Mount Kenia zu besteigen. Der dritthöchste Gipfel ist auch ohne bergsteigerisches Können machbar. Eh wir uns versehen, sitzen wir im Bus zur Naru Moru River Lodge, dem Ausganspunkt der Tour. In vier Tagen wollen wir vom Norden her hoch und gen Westen wieder runter, die Hütten dort liegen etwa auf 3000m, 4200m, 4300m und 3050m. Dazwischen schaffen wir tatsächlich den Aufstieg auf den Gipfel, 4985m. Dann Rückkehr zur Lodge und am Nächsten Tag nach Nairobi. | ![]() |
Sonntag, 02. August 2009:
Aufstehen mitten in der Nacht, Alfred begleitet mich im Taxi zum Flughafen, Take Off 0840 Uhr – Auf Wiedersehen Kenia, ganz bestimmt – und 19 Stunden später parkt mein blauer Beetle wieder in der heimatlichen Garage.




















